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Was ein Komma alles ausmacht

Man stöbert ja so täglich durchs Netz und liest hier und da. Sieht dort was Kurioses, entdeckt da diese modernen Schreibweisen der Jugendlichen und wundert sich, wie man so die Schule meistern kann.

Heute habe ich in einem virtuellen Flohmarkt ein Gesuch entdeckt, das lautet: „Suche Videokamera. Gut gebraucht.“
So weit, so gut – obwohl man von dem „Gut gebraucht“ vielleicht schon etwas irritiert ist.
Gut gebraucht
– ist das Gegenteil „schlecht gebraucht“?

Schöner ist jedoch die Antwort, die so lautet: „ich habe eine schicke mal bilder“
In der Grammatik gibt es so etwas, das nennt sich Komma. Ein Satzsachen, das manchem Satz seinen Sinn gibt – wie auch in diesem Falle.

„Ich habe eine schicke, mal Bilder.“
In diesem Falle handelt es sich um eine schicke Videokamera, von der man aber kein Foto erhält, sondern die Person malt ein Bild von der Kamera. Im Zeitalter der Technik schon etwas unüblich.

Oder sollte es vielleicht dann so korrekt lauten: „Ich habe eine, schicke mal Bilder.“
Wer es hier noch genau nimmt, könnte sagen, dass der letzte Teil des Satzes „schicke mal Bilder“ auch nicht so ganz korrekt ist.

Eben so, wie auch das Komma bei „Wir essen Opa“ ganz entscheidend sein kann.

Ich werde hier so nach und nach immer wieder Sätze und Aussagen posten, die mir so im Netz begegnen, bei denen so ein kleines Komma eine wichtige Entscheidung mit sich bringt.

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